Eine Liebeserklärung …

Aus dem Kirchengesangbuch (6 Strophen):

O lieber Jesu, denk ich dein, strömt Glück in meine Seele ein. Doch meine höchste Freude ist, wenn du, o Jesu, bei mir bist.

Kein Lied so sehr zu Herzen dringt, kein Klang, kein Ton so lieblich klingt, kein Name bringt so reichen Lohn als Jesus Christus Gottes Sohn.

Du tröstest den, der Busse tut, gibst dem, der bittet, neuen Mut. Dich suchen nimmt von uns das Leid, dich finden, welche Seligkeit.

Kein Wort, o Jesu, würdig preist, die Güte, die du uns erweist. Nur wer sich ganz in dich versenkt, verspürt, was deine Liebe schenkt.

O Jesu, der uns Freude bringt, Licht, das uns Gottes Liebe zeigt, die alles Sehnen übersteigt.

Du unser Glück in dieser Zeit, du Sonne unserer Ewigkeit, in dir erstrahlt der Gottheit Schein, lass uns mit dir verherrlicht sein.

Während ich dieses jahrhundertealte Lied auf mich wirken lasse, werde ich an ein Buch erinnert: ,Phänomen Nahtod‘ von Walter Meili (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie). Dort erzählt eine Frau (Betty Eadie) von ihrer Nahtoderfahrung:

„Es war die bedingungsloseste Liebe, die ich je empfunden habe. Als der Mann seine Arme ausbreitete, um mich willkommen zu heissen, ging ich zu ihm, und er hüllte mich vollkommen ein in seine Umarmung. Ich sagte immer und immer wieder: ,Ich bin zu Hause. Ich bin zu Hause. Endlich bin ich zu Hause!‘ Ich fühlte seinen überwältigenden Geist und wusste, dass ich von jeher ein Teil von ihm, ja in der Tat niemals von ihm getrennt gewesen war. Und ich wusste, dass ich es wert war, bei ihm zu sein und ihn zu umarmen. Ich wusste, dass er sich all meiner Sünden und Fehler bewusst war. (…) Ich fragte nicht, wer er sei. Ich wusste, dass er mein Erlöser und Freund und Gott war. Er war Jesus Christus, der mich immer geliebt hatte, selbst als ich dachte, er müsse mich hassen. Er war das Leben selbst, und seine Liebe erfüllte mich mit einer schier grenzenlosen, überströmenden Freude. (…) Mein Leben lang hatte ich ihn gefürchtet, und nun sah ich – wusste ich –, dass Er mein allerbester Freund war. (…) Er ist ganz anders, als ich ihn mir vorgestellt habe. Er ist voll von Liebe.“

Eine Liebeserklärung …